Vater sein! Ein neues Projekt des Vorarlberger Familienverbands

Zeit mit dem Papa.

Im Jahr 2017 schafft der Vorarlberger Familienverband ein umfassendes Angebot an Vater-Kind-Aktivitäten in ganz Vorarlberg. Der Vorarlberger Familienverband ist mit seinen Ortsverbänden landesweit verankert. In mehr als jeder dritten Gemeinde gibt es Teams vor Ort, die sich überlegen, was sie den Vätern in den Gemeinden anbieten könnten.

„Die meisten Erwachsenen haben Erlebnisse mit dem eigenen Vater noch gut in Erinnerung. Am Sonntagnachmittag hatte er Zeit, da wurde gerauft, gewandert, Fußball gespielt und es war immer etwas ganz besonderes, die Zeit mit dem Papa. Man hat sich die ganze Woche darauf gefreut. So schaut die Erinnerung der einen aus. Andere wiederum haben wenig schöne Erinnerungen an den eigenen Vater und wollen es bei ihren Kindern ganz anders machen. Dazwischen gibt es zahlreiche Varianten an Vaterbildern. Fest steht, jeder Vater prägt seine Kinder stark. Egal ob er als Vorbild dient oder alles getan wird um nur ja nicht so zu werden wie er. Vater sein ist wichtig und daher wollen wir mit Angeboten dafür sorgen, dass Väter mit ihren Kindern Zeit verbringen.“

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Symposium „Väter und Arbeit“ Innsbruck 20.5.2017

Väter und Arbeit: Herausforderungen und Erfolgsmodelle familienbewussten Arbeitslebens

Was wollen Väter und wie kann die Wirtschaft ihrem Wunsch nach gelebter Elternschaft konkret begegnen? Moderne Arbeitgeber wissen, dass private Zufriedenheit und hohe Motivation im Beruf zusammengehören. Dass dies auch ein Männerthema ist, hat sich in Österreichs Wirtschaft noch nicht allseits herumgesprochen. Warum findet der häufig geäußerte Wunsch von Vätern nach Arbeitszeitreduktion sowie einer fairen Aufteilung von beruflicher Tätigkeit und privater Fürsorge keine dauerhafte Verwirklichung? Welche Möglichkeiten stehen Vätern tatsächlich offen? Wie erleben Väter die Doppelorientierung auf Beruf und Familie? Und wie reagieren Politik, Betriebe und das soziale Umfeld auf diese Lebensrealitäten?

Das Symposium informiert über Angebote und Maßnahmen um Vätern (und Müttern) eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen und um als Führungskraft bzw. Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Best-Practice-Modelle aus Deutschland und Österreich veranschaulichen Erfolgsfaktoren und Anwendungsmöglichkeiten. Der Blick wird aber auch auf konkrete und krisenhafte Lebenswelten von Vätern gelenkt, denen dieser Balanceakt bisher noch nicht gelingt.

Samstag, 20. Mai | 9.00 – 13.15 | Haus der Begegnung Innsbruck

Veranstalter: Männerreferat der Diözese Innsbruck

Tagungsprogramm und Anmeldung

Fachtag „Gelingende Väterarbeit im Fokus“ Augsburg 10.5.2017

2017 werden erstmals die Münchner Vätertage gemeinsam mit einer zweiten Stadt ausgetragen: Augsburg tritt als Kooperationspartner und Veranstaltungsort des gemeinsamen, übergreifenden Fachtags „Gelingende Väterarbeit im Fokus“ auf.

Die Fachtagung informiert Multiplikatoren aus der pädagogischen und sozialen Praxis sowie aus der Verwaltung über neue Methoden und neue Erkenntnisse der Arbeit mit Vätern und ihren speziellen Bedürfnissen im Umfeld der heutigen Berufs-, Familien- und Freizeitwelt.

Der Fachtag wird veranstaltet von Papagen e.V. Augsburg, der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, dem Fachbereich Erziehungsberatung der Stadt Augsburg und dem VäterNetzwerk München e.V.

Fachtag Vätertage in Augsburg

Vätertage München 2017

Vätertage Augsburg 2017

Männer-Perspektiven. Auf dem Weg zu mehr Gleichstellung?

Die neue Auswertung aus der Gleichstellungsstudie 2016 zum Themenfeld Männer hat repräsentativ untersucht, ob sich Einstellungen und Verhalten von Männern zu Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit, zur Verantwortung für Erwerbseinkommen und Familienarbeit, zur Vorstellung attraktiver Männlichkeit (und Weiblichkeit) sowie hinsichtlich der Gleichstellungspolitik in den letzten Jahren verändert haben.

Im Vergleich zu der Untersuchung „Rolle vorwärts – Rolle rückwärts?“ aus dem Jahr 2007  zeigen die aktuellen Daten, dass heute mehr Männer ein gleichgestelltes Lebensmodell wollen, dass die Mehrheit der Männer eine aktive und offensive Gleichstellungspolitik fordert – aber auch, dass das Spektrum von Haltungen der Männer zu den Themen Gender und Gleichstellung vielfältig und seit 2007 noch breiter geworden ist.

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Aus dem Inhalt

  • Männer haben mehrheitlich und zunehmend ein Interesse am Thema Gleichstellung
  • Wie Männer am liebsten Partnerschaft gestalten: Sie wollen mehr Gleichstellung in ihrer Partnerschaft
  • Bei den Vorstellungen von Männlichkeit wird das Spektrum breiter und es polarisiert
  • Männer wünschen sich mehr Gleichstellungspolitik für Männer
  • Männer akzeptieren mehrheitlich konkrete Maßnahmen der Gleichstellungspolitik

  • Beim Erwerbsumfang halten Männer „rational begründet“ an Vollzeit fest
  • In der Alltagserfahrung zeigen sich Hürden der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Väter
  • Gute Kinderbetreuung hat eine große Bedeutung für die Erwerbstätigkeit der Väter
  • Kita-Betreuungsangebote passen nicht immer gut für erwerbstätige Väter und müssten flexibler sein
  • Aufgabenteilung im Haushalt: Immer mehr Männer entlasten ihre Partnerin
  • Die Retraditionalisierung nach Partnerbindung und Familiengründung ist meist irreversibel

  • Männer und Haushaltsarbeit: „Muster der Partizipation“
    • Gleichgestellte Partizipation im Haushalt (7 %)
    • Tendenzielle Partizipation im Haushalt (20 %)
    • Pragmatisch-konventionelle Aufgabenverteilung (28 %)
    • Traditionelle Arbeitsteilung (28 %)
    • Traditionalistische Aufgabentrennung – Delegation an die Frau (17 %)

  • Profile von Männlichkeit und Differenzen der Geschlechtsidentität unter Männern: „Idealtypen“
    • Gleichgestellte Partizipation im Haushalt (7 %)
    • Traditioneller Haupternährer der Familie (17 %)
    • Der überlegene, harte, unabhängige Mann (Lifestyle-Macho) (27 %)
    • Der weiche, flexible, sich verändernde Mann (10 %)
    • Der ganzheitliche „komplette“ Mann (7 %)
    • Der resistente, am Status quo festhaltende moderne Mann (39 %)

Download der Studie beim BMFSFJ

Wien: Typisch Mann – Männerstudie 2017

Zu den Themen Attraktivität, Eigenschaften, Klischees, Gleichberechtigung, Männerkarenz (Elternzeit) und Männerleiden aus Sicht von Wiener Männern und Frauen wurden im Frühjahr 2017 insgesamt 300 Interviews repräsentativ für die Wiener Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 65 Jahren durchgeführt. Dabei gab es einige interessante Ergebnisse zur Gestaltung von Vaterschaft.

Väterkarenz / Elternzeit

Aus Sicht der Männer:

  • 25% der Männer haben bereits im Beruf zu Gunsten von Kinderbetreuung und Haushaltstätigkeiten zurückgesteckt oder würden bedingungslos zurückstecken.
  • Jeder zweite Mann (52%) würde in Karenz (Elternzeit) gehen, wenn es das Familieneinkommen ohne große Einbußen erlauben würde. Personen mit Matura (Abitur) würden signifikant häufiger so handeln (63%) als Personen ohne Matura (44%).
  • Nur 15% würden im Beruf nicht zurückstecken wollen oder können.

Aus Sicht der Frauen:

  • Jede fünfte Frau (22%) würde von Ihrem Partner gegebenenfalls erwarten bzw. einfordern, dass er sich auch um Kinder und Haushalt kümmert und daher im Beruf zurückstecken muss.
  • 35% würden sich das wünschen, aber nur, wenn der Mann das gerne und freiwillig tun würde und 24% würden das nur wollen, wenn keine großen finanziellen Abstriche zu machen wären.
  • 13% der Frauen würden dem Partner Kinder und Haushalt nur ungern überlassen.

Attraktivität durch Verantwortung:

  • Von den Wienern am attraktivsten bei Männern wird empfunden, wenn sie Verantwortung übernehmen: 56% finden das sehr attraktiv und weitere 31% eher attraktiv (MW 1,6 auf einer Skala von 1=sehr attraktiv bis 5=gar nicht attraktiv). Für Frauen trägt das Übernehmen von Verantwortung eher zur Attraktivität eines Mannes bei (MW 1,4) als für Männer (MW 1,8).

Quelle: Typisch Mann – Männerstudie 2017

Lesezeit: Roman „Vaterjahre“ von Michael Kleeberg

Ein Mann, seine Frau(en), seine Kinder, seine Familie, seine Arbeit, seine Freunde. Seine Stadt. Seine Zeit. Karlmann Renn ist ein moderner Jedermann zwischen Lächerlichkeit und Triumph, und sein Alltag, der Weltalltag unserer Epoche.

Der Roman erzählt von der Liebe und Sorge eines Vaters, von Selbstbehauptung im Beruf, von der Konfrontation mit Kindheit und Familie, den Abgründen der Freundschaft, den Verlockungen des Ausbruchs und vom Einbruch des Todes. Es ist die Geschichte des mühevollen Reifeprozesses und der Bewährungsproben Karlmann Renns, der sein Leben ohne die Tröstungen der Religion, der Kunst und der Philosophie meistern muss.

Michael Kleeberg gestaltet seine Welt mit vielfältigen Stimmen, Klängen und Rhythmen, durch die multiplen Perspektiven seines Erzählens. Komik und Tragik, Lakonie und Zärtlichkeit – die sprachschöpferische Lust dieses Romans ist so groß wie seine Präzision unerbittlich. (Verlagsinfo)

weitere Infos und Leseprobe

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Neues Projekt „Männer – Bildung – Männerbildung“

Das Projekt mit einjähriger Laufzeit (April bis Dezember 2017), das vom vhs-Verband Baden-Württemberg und von der Ev. Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg (LEF) getragen und vom Kultusministerium des Landes gefördert wird, fragt danach, wie Erwachsenenbildung für Männer gestaltet sein muss, damit sie ankommt. Das Projekt sucht dazu aktive Einrichtungen und Fachkräfte, die Bildungsangebote für Männer im lokalen Kontext interessanter machen wollen, und bietet eine Begleitung von Aktivitäten vor Ort in Fokus- oder Praxisgruppen mit Aktivierungs- und Umsetzungsperspektive.

Das Projekt geht von der Lebenssituation sowie von aktuellen Fragen und Bedarfen von Männern aus und greift diese in dialogischen, beteiligungsorientierten Prozessen auf, so dass diese in Bildungs- und Weiterbildungsangebote umgesetzt werden können. In einem zugleich inklusiven Ansatz sollen (Fach-) Männer aller Bevölkerungsgruppen angesprochen werden.

Mit dem Projekt soll erreicht werden, dass in Bildungs- und Weiterbildungsangeboten mehr Männer angesprochen und erreicht werden können. Der Dialogprozess findet in Fokus- oder Praxisgruppen vor Ort statt, in die sowohl Haupt- und Ehrenamtliche als auch Männer aus dem Sozialraum dazu eingeladen werden, relevante Themen zu diskutieren und neue Formate für Männerbildung zu entwickeln. Hierfür werden an fünf Standorten Fokus- oder Praxisgruppen eingerichtet, die sich mit den relevanten Fragestellungen befassen und zusammen einen deutlichen Schritt in die Umsetzung gehen.

  • Projektziele: in Bildungs- und Weiterbildungsangeboten mehr Männer ansprechen und erreichen, Männer als Bildungsakteure und Kursleiter gewinnen
  • Zeitrahmen: April bis Dezember 2017
  • Vorgehensweise: an fünf Projektstandorten werden Fokus- oder Praxisgruppen eingerichtet, die in einem dialogischen Prozess Zugänge und Bedarfe von Männerbildung erörtern sowie Aktivitäten und Angebote konzipieren
  • Themenschwerpunkte: ergeben sich aus der Expertise und den von den Teilnehmenden formulierten Bedarfen. Die Ergebnisse dieser Fokus- bzw. Praxisgruppen können in entsprechende Weiterbildungsformate z.B. im Bereich Männergesundheitsbildung, Väterbildung usw. umgesetzt werden.
  • Leistungen im Projekt: Für die Durchführung der Dialogprozesse erhalten die Standorte Unterstützung in Form einer fachlichen Begleitung und mit einem finanziellen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro.
  • Projektbegleitung: SOWIT Tübingen
  • Ausschreibung: beim vhs-Verband und bei der LEF – Für das Projekt bewerben können sich Volkshochschulen im vhs-Verband Baden-Württemberg, Familienbildungsstätten der LEF oder Kooperationen aus beiden Einrichtungen. Bewerbungsfrist (Eingang beim vhs-Verband) ist der 20. März 2017.