Publikation „Väter in der Familienbildung“ erschienen!

Wie können Väter mit Bildungsangeboten erreicht werden? Was sind Stolpersteine und Hemmschwellen? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden und welche Hürden gilt es in der Praxis zu überwinden? Diesen und mehr Fragen geht die Publikation „Väter in der Familienbildung“ nach und beleuchtet das Thema aus den Blickwinkeln von Wissenschaft und Praxis. Die Publikation ist aus dem von der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg und dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg durchgeführten Projekt „Väter in der Familienbildung“ entstanden und bündelt die Erfahrungen aus den Projektstandorten, der wissenschaftlichen Begleitung und wissenschaftliche Beiträge.

Die Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 5 € beim Volkshochschulverband Baden-Württemberg bestellt werden, ein PDF zum Download finden Sie hier.

Mit der Veröffentlichung der Projektergebnisse schließen wir diesen Blog ab.

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Einladung zum Fachtag am 16. Februar 2017

Nach einer zweijährigen Praxisphase gibt das Projekt in einem öffentlichen Fachtag am 16. Februar 2017 Einblicke in seine Erfahrungen und Ergebnisse. Am Vormittag stehen ein Projektüberblick sowie zwei Fachvorträge (Prof. Dr. Johanna Possinger, DJI München und eh Ludwigsburg; Hans-Georg Nelles, Väter & Karriere Düsseldorf) auf dem Programm. Am Nachmittag werden detaillierte Projektergebnisse vorgestellt, außerdem gestalten die sechs Projektstandorte Workshops zu ihren Schwerpunktthemen.

Die Einladung und das Programm zum Fachtag finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Februar 2017 hier möglich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte füllen Sie bei der Anmeldung alle Felder aus, die nicht notwendigen Felder (z. B. Kontoverbindung) einfach mit „XX“.

Vortrag: Väter in Kitas nur zu Gast? Ergebnisse einer Väterbefragung. Filderstadt, Fr 21.10. 19:30

Väter wollen am Leben ihrer Kinder teilhaben – auch in Kitas. Doch wie sieht die aktuelle Situation der Väter in den Einrichtungen aus? Was wünschen sie sich und wie ist es um die Väterfreundlichkeit der Kitas bestellt? In der Veranstaltung am 21.10.2016 um 19.30 Uhr in der Familienbildungstätte Filderstadt werden diese Fragen sowie eigene Erfahrungen und Ideen zur aktiven Beteiligung von Vätern diskutiert.

Referentin ist Yvonne Reyhing, Sozialpädagogin (BA), Master Frühe Kindheit. Sie wird einige Ergebnisse ihrer aktuellen Väterumfrage in Kitas vorstellen; daneben wird auch Raum für eine gemeinsame Diskussion sein.

Ort: fbs-WIE, Sielmingen, Wielandstr. 8, 1. OG,  Raum 3

Zeiten: Freitag 21. Oktober 2016, 19.30 – 21.30 Uhr

Anmeldung und weitere Informationen hier.

Studienreise “Väter in der Familienbildung” 2. – 4.2.2016 – zweiter Tag

Der Tag begann mit einem kleinen Spaziergang durch die Innsbrucker Altstadt und den Inn entlang bis ins Haus der Begegnung. Dort gab Alfred Natterer vom Familienreferat der Diözese Innsbruck  einen Einblick in die Erwachsenenbildungsangebote für Männer. Das Männerforum der Diözese Innsbruck entstand auf Initiative des Männerreferates und führt dessen Arbeit weiter. Mit einem breiten, anregenden Veranstaltungsprogramm aus Vorträgen und Erlebnisangeboten geht das Männerforum auf die Zielgruppe Männer und Väter ein. Allerdings berichtet Herr Natterer, dass es dennoch nicht immer einfach ist, die Veranstaltungen voll zu bekommen.

Peter Stanger (Leiter des Väterzentrum Innsbruck) bietet in einer eigenen Praxis Beratung für Männer an und ist auch ehrenamtlich aktiv in der Männerarbeit. Er berichtet über die seit vielen Jahren stattfindenden Väter-Kind-Wochenenden im Bildungshaus St. Michael in Matrei. Mit einem niedrigschwelligen Bildungsansatz laden diese Veranstaltungen Männer und Väter zu gemeinsamem Handeln und Erleben ein. Bereits die gemeinsame Erfahrung mit Gelegenheit zu informeller Begegnung und Erfahrungsaustausch sind wichtige (Weiter-) Bildung.

Aus den Gesprächen mit den beiden ergaben sich wichtige Ansätze zum Nachdenken über Angebote für Väter in der Familienbildung:

  • Veranstaltungen sind für Männer besonders attraktiv, wenn sie Raum für selbstbestimmtes „Arbeiten“ geben
  • Veranstalter von Angeboten für Männer müssen in den entsprechenden Netzwerken aktiv sein
  • Bei Kontakten zu Betrieben ist es wichtig herauszuarbeiten, warum sich Familienbildung für Betriebe lohnt

Herzlichen Dank an alle Beteiligten auch für die Gastfreundschaft und die Einladung zum Mittagessen!

Nach dem Mittagsimbiss ging’s über den Brenner (und den obligatorischen Espresso in der Raststätte) nach Bozen zur Familienagentur der Provinz Bozen. Direktor Dr. Stefan Walder, Dr. Gudrun Schmid und Dr. Michaela Stockner erklärten uns ihre Einrichtung. Im Januar 2014 wurde die Familienagentur auf Wunsch der Politik eingerichtet. In ihr sind alle Belange von Familien, die bisher auf unterschiedliche Ämter, Abteilungen, Dienststellen und Bereiche der Provinz Bozen aufgeteilt waren, zusammengeführt. Die anwesenden Baden-Württemberger staunten und würden sich eine ähnliche Vorgehensweise auch in Baden-Württemberg wünschen!

Eine gute, orientierende Grundlage für Väter- und Männerpolitik in Südtirol sind die Studie Familien früh stärken in Südtirol – Modul: Väter stärken von 2010 und die Südtiroler Männerstudie „Lebenswelten der Männer in Südtirol“ von 2012.

Interessant für unsere Gruppe waren auch die beiden Programme Elternbriefe und  Bookstart – Babys lieben Bücher. Dort wird versucht, Väter und Mütter gleichermaßen anzusprechen, was sich z.B. in Textgestaltung und Bildauswahl bemerkbar macht.

Ein Bericht über unseren Besuch bei der Familienagentur auf der Seite der Autonomen Provinz Bozen findet sich hier.

Im Anschluss an die Sitzung mit der Familienagentur informierte Armin Bernhard, Mitarbeiter der Freien Universität Bozen über den 2014 vorgelegten Forschungsbericht „Motivation und Barrieren bei Männern in der Erwachsenenbildung“. Er zeigte uns deutlich, dass Einladungen und Appellen zu mehr Väterbildung nicht viel Erfolg beschieden sein wird – es sei denn, männliche Lebenslagen werden gründlich verstanden, Bildungseinrichtungen stellen sich wirklich darauf ein und gehen nicht zuletzt einigermaßen offen auf Männer und Väter zu.

Aktuelles Kursangebot der Familienbildungsstätte Tübingen

18.1.2016, 20.00 – 21.30 Uhr                                                                                         Väter und ihre Teens – für Väter in Erziehungsverantwortung
Wie Väter Erziehung und Beziehung mit Töchtern und Söhnen zwischen 12 bis 18 Jahren gut gestalten! Viele Väter sind oft im Erziehungsgeschehen noch außen vor oder nur am Rande beteiligt. Ihre Rolle für die Entwicklung ihrer pubertierenden Töchter und Söhne ist allerdings trotzdem sehr wichtig. Auch in vielen Alltagsthemen und -konflikten können sich Väter und neue Lebenspartner hilfreich einbringen. Männliche Qualitäten in dieser Lebenszeit gezielt und nutzbringend in die eigene Familie/Patchworkfamilie einbringen soll Schwerpunkt dieses Abends für Männer sein. Gerne dürfen eigene Beispiele der Teilnehmer eingebracht werden. Der Referent wird hilfreiche und ermutigende Einsichten und Erkenntnisse aus der männlichen Jugendberatung und allgemeinen Erziehungsberatung einfließen lassen.

Vater-Kind-Bewegungsspaß – für Väter und Kinder von 2 bis 4 Jahren
Einmal im Monat wollen wir Vätern die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit ihren Kindern die natürliche Freude an Bewegung durch altersgerechte, vielseitige Spielangebote und Bewegungserfahrungen zu unterstützen. Gemeinsames Singen, Spielen, Klettern, Hüpfen, Schaukeln, Schwingen, Springen… – ohne Druck, ganz nach Lust und Laune. Auch kleinere und größere Turngeräte werden zum Einsatz kommen – es soll vor allen Dingen Spaß machen!
26.9.2015 – 19.12.2015, 10.00 – 12.00 Uhr, 4 x Sa, Kompaktkurs
23.1.2016 – 16.7.2016, 10.00 – 12.00 Uhr, 7 x Sa + So, 14-tägig
30.1.2016 – 9.7.2016, 10.00 – 12.00 Uhr, 7 x Sa, 14-tägig

30.1.2016, 09.30 – 11.30 Uhr
Erstes Töpfern: Wenn der Vater mit dem Sohn / der Tochter…

Wir lernen das Material Ton kennen und versuchen alleine oder gemeinschaftlich unsere Ideen zum Thema „Vogelhaus und Vogeltränke“ umzusetzen. Werkzeuge sind vorhanden.

31.10.2015 – 5.12.2015, 10.45 – 12.15 Uhr, Sa, wöchentlich
Väter-Babymassage „plus“ – für Väter und Babys zwischen 2 und 6 Monaten

Neuste Studien belegen: Babys brauchen schon frühzeitig den Kontakt mit ihren Vätern. Durch eine angeleitete Babymassage kann dieser Kontakt aufgenommen und die Bindung zwischen Baby und Vater gefestigt werden. Zeitgleich wirkt die Massage beruhigend auf das Baby, und die Kursleiterin unterstützt im sicheren Umgang mit ihm. Die Väter erhalten zudem die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Vätern über ihre neue Rolle auszutauschen. Praxisnahe Informationen über Entwicklungsgrundlagen, Möglichkeiten der Entwicklungsförderung, Bewegungsanregungen und Ernährung runden das Angebot ab.

 

Väter und Mütter aus der Perspektive des Kindes

Sowohl in Theorie und Forschung als auch in der erzieherischen Alltagspraxis herrscht die Blickrichtung der Erwachsenen auf das Kind vor. In radikaler Umkehr dessen interessiert sich das Buch „Der Blick auf Vater und Mutter – Wie Kinder ihre Eltern erleben“ für die Kinderperspektive. Herausgeber sind Dr. Johannes Huber von der Universität Innsbruck und Prof. Dr. Heinz Walter, der bis 2007 an der Universität Konstanz lehrte.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer.